Wilhelm Lehmann wurde am 4. 5. 1882 in Puerto Cabello (Venezuela) geboren, er starb am 17. 11. 1968 in Eckernförde. Lehmann studierte in Tübingen, Straßburg, Berlin (dort Begegnung und Freundschaft mit Moritz Heimann und Oskar Loerke, Teilnahme an Vorlesungen über Simmels Lebensphilosophie) und Kiel Philosophie, Naturkunde und Sprachen (1905 Promotion). Als Soldat des ersten Weltkriegs geriet er in englische Kriegsgefangenschaft, aus seinen grauenhaften Kriegserfahrungen entstand der Roman "der Überläufer". Alfred Döblin erkannte ihm 1923 zusammen mit Musil den Kleistpreis zu. Lehmanns Werk beeinflusste u.a. Günter Eich, Karl Krolow und Elisabeth Langgässer.
D A S W E R K W I L H E L M L E H M A N N S
Lyrik:
Antwort des Schweigens, Widerstands-Verlag Ernst Niekisch,Berlin 1935
Der Grüne Gott, Otto Müller-Verlag, 1942
Entzückter Staub, Lambert Schneider-Verlag, 1946
Noch nicht genug, Heliopolisverlag Ewald Katzmann, 1950
Überlebender Tag, Eugen Diederichs -Verlag, 1954
Meine Gedichtbücher, (zum 75. Geburtstag Lehmanns veröffentlicht im ) Suhrkamp-Verlag, 1957
Abschiedslust, ( enthalten in der Ausgabe Sämtliche Werke in drei Bänden zum 80. Geburtstag Lehmanns veröffentlicht im) Sigbert Mohn-Verlag, 1962
Sichtbare Zeit, Sigbert Mohn-Verlag, 1967
Das letzte Gedicht, "Letzte Tage" wurde am 9.10.1968 in der FAZ gedruckt
Sämtliche Gedichte, die Gesamtausgabe der Gedichte, sind als erster Band der Ausgabe Gesammelte Werke in Acht Bänden bei Klett-Cotta 1982 erschienen
Romane:
Der Bilderstürmer, S. Fischer-Verlag, 1917, Neuauflage dtv/Klett-Cotta
Die Schmetterlingspuppe,S.Fischer-Verlag, 1918
Weingott, Friedrich Lintz-Verlag, 1921
Ruhm des Daseins,Manesse-Verlag, Zürich, 1953;
Der Überläufer, Sigbert Mohn-Verlag, 1964 (entstanden 1925-1927, zuerst erschienen in Gesammelte Werke).
Erzählungen:
Cardenio und Celinde, in PAN, 1912
Michael Lippstock, Neue Rundschau ,1915, (Neuauflage Akademischer Verlag Stuttgart 1979)
Der bedrängte Seraph, in der Neue Merkur, 1915
Maleen, Neue Rundschau, 1918
Vogelfreier Josef, Hermann Lintz-Verlag, 1922
Der Sturz auf die Erde, Hermann Lintz-Verlag, 1923
Der bedrängte Seraph, 1924
Verführerin, Trösterin, Neue Rundschau, 1928
Die Hochzeit der Aufrührer, Vorabdruck in der Vossischen Zeitung, 1933, dann Fischer-Bücherei, 1934
Der stumme Laufjunge,( Vier ERzählungen) Piper-Verlag, München, 1956.
Essays:
Das Präfix uz- im Altenglischen, 1905 (Dissertation, erweitert 1906)
Bewegliche Ordnung, Lambert Schneider-Verlag, 1947
Dichterische Grundsituation und notwendige Besonderheit des Gedichts, 1953
Dichtung als Dasein, Mainzer Akademie 1956
Erfahrung mit Gedichten, Rede anlässlich der Auszeichnung mit dem Schiller-Gedächtnispreis, Akzente, Juni 1959
Dauer des Staunens,Deutsche Zeitung Köln, 1960
Kunst des Gedichts, Insel-Bücherei 1961
Das Drinnen im Draußen oder Verteidigung der Poesie, Vortrag auf Einladung der Siemens-Stiftung München,1968
Autobiographisches:
Bukolisches Tagebuch aus den Jahren 1927-1932, Abdruck in der Grünen Post, 1927-1932, Buchausgabe Fulda, 1948
Bukolisches Tagebuch 1948, in der Welt am Sonntag
Bukolisches Tagebuch aus den Jahren 1927 - 1932, Heinrich & Hahn, Frankfurt 2005
Mühe des Anfangs, Lambert Schneider-Verlag, 1952
Übersetzungen:
"Rudyard Kipling - Kleine Geschichten aus den Bergen", 1925;
"Rudyard Kipling - In Schwarz und Weiß", 1926;
"Rudyard Kipling - Drei Soldaten", 1934.
Herausgebertätigkeit:
"MacDonald - Fairy Tales", 1913;
"Theodor Storm - Meistererzählungen", 1956;
"Moritz Heimann, Einführung in seine Werke und Auswahl", 1960.
Sammel- und Werkausgaben:
Sämtliche Werke, 3 Bände, Sigbert Mohn-Verlag, 1962.
Gesang der Welt, 1981.
Gesammelte Werke in Acht Bänden, Klett-Cotta, 1982 ff.
(Band 6 rezensiert von Harald Hartung, FAZ, 6.1.07)
Erst- und Einzelausgaben von Wilhelm Lehmann auf Anfrage.
Im April 2004 wurde in Eckernförde die Wilhelm Lehmann Gesellschaft gegründet. Nähere Informationen unter www.wilhelm-lehmann-gesellschaft.de